Deutschrocker mit Herz

Sonntag, April 01, 2007

Es ist Frühling!

Spätestens seit gerade bin ich mir sicher: Es ist Frühling!
Wie ich zu dieser Erkenntnis gelangt bin? Nein, ich habe mich nicht verliebt und es liegt auch nicht daran, dass ich zum ersten Mal seit Wochen aus dem Fenster gesehen habe.
Viel mehr hatte ich soeben zum ersten Mal in diesem Jahr Besuch. Besuch von einer Hummel. Diese summte auf einmal fröhlich durch mein Zimmer auf der suche nach frischen Blüten.
Da es die leider in meinem Zimmer nicht gibt musste sie mich dann auch recht bald wieder verlassen, aber die Gewissheit, dass ab heute für mich so richtig Frühling ist, ist geblieben. :)

Montag, März 19, 2007

Leserbrief für Artikel im IKZ vom 19.03.'07 zur Veranstaltung am Woeste-Gymnasium

„Hochkarätigen Besuch erwartet morgen das Leopold-Woeste-Gymnasium in Hemer“ so leitete der IKZ einen Artikel am 19.03.2007 zur „Informationsveranstaltung“ des Woeste-Gymnasiums zum Thema Studienkredite ein. Zwar dürfen sich die eingeladenen Diskutanten, auf das -innen kann hier getrost verzichtet werden, denn es wurde ausschließlich Männer auf das Podium geladen, alle mit irgendwelchen Titeln schmücken, leider scheint die Leitung der Schule jedoch vergessen zu haben, auf die Ausgewogenheit zu achten. Dabei sind unterschiedliche Meinungen für eine rege Diskussion, die sich der Rektor der Schule angeblich wünscht, eigentlich die beste Ausgangssituation. Es sitzen aber ausschließlich Befürworter der Landespolitik auf dem Podium. So durfte Innovationsminister Pinkwart seinen Staatssekretär schicken und die NRW-Bank wird gleich zwei Diskutanten vertreten. Die NRW-Bank ist jene Bank, die sich in Zukunft durch Kredite die mit bis zu 5,9% verzinst werden, an den Studierenden dumm und dämlich verdienen wird. Von den anderen drei Personen ist hier auch keine grundlegend andere Position zu erwarten. Ulrich Freitag ist Leiter des BiTS und ist selbstverständlich auch ein Freund von Studiengebühren, genauso wie sein Kollege von der FH Südwestfalen, der davon erzählen möchte was alles mit Studiengebühren möglich ist. Nachdem nun bereits fünf Befürworter auf dem Podium sitzen ist nicht davon auszugehen, dass gerade der Leiter des Woeste-Gymnasiums und damit der Initiator dieser Veranstaltung, eine andere Position vertreten wird.

Eine Vertretung Studierenden oder Sachverständige mit einer kritischen Position zum Thema Studienkredite und -gebühren sucht mensch hingegen vergeblich.

Die Veranstaltung sollte also viel mehr als Werbe- als als Informationsveranstaltung bezeichnet werden.

Es ist wirklich erschreckend, wie versucht wird bei SchülerInnen durch einseitiger Informationspolitik eine Akzeptanz dieses Gebührensystems und der damit verbundenen extremen Selektivität, zu erreichen und es ist eine Schande, dass sich das Woeste-Gymnasium für diese Propaganda instrumentalisieren lässt. Hoffentlich verhalten sich andere Schulen verantwortungsbewusster in dieser Frage und hoffentlich merken die SchülerInnen den Betrug, auch wenn kritisches Denken in Hemer nicht auf dem Lehrplan zu stehen scheint.

Montag, Januar 29, 2007

Wo ist bloß die Liebe hin?

Heute oder besser gesagt gestern, lief der Film „Die Mumie kehrt zurück“ auf RTL. Da es sich bei diesem Film um eine Fortsetzung des Films „Die Mumie“ handelt und Fortsetzungen, gerade bei derartigen Filmen, in der Regel eher schwach sind, hatte ich keine großartigen Erwartungen und so kann ich sagen, dass dieser Film durchaus unterhaltsam ist. Auf jeden Fall deutlich unterhaltsamer als „The Scorpion King“, welcher indirekt der dritte Teil dieser Reihe ist. Hier geht es zwar nicht um die selben Hauptakteure, aber der Skorpionkönig wird eben schon in „Die Mumie kehr zurück“ als Figur eingeführt.

Aber zurück zum eigentlich Thema. Also ich hatte keine großen Erwartungen und dennoch hat sich der Film als zumindest unterhaltsam herausgestellt, jedoch gibt es da eine kleine Sache die mich ziemlich stört.

„Die Mumie“, mit bürgerlichem Namen Imhothep, ist nämlich armer Hund. Er hatte damals eine Affäre mit der Frau des Pharao und deshalb wurde er lebendig mumifiziert, während sie, mit Namen Ankhsunamun, sich selbst das Leben nimmt.

(Nur so am Rande: Mich erinnern ihre letzten Worte doch sehr an Paulus „Mein Körper ist nicht länger sein Tempel“ Ich frage mich was uns der Drehbuchautor damit sagen wollte)

Nachdem nun der Versuch einer Wiedervereinigung im ersten Teil misslungen ist wird es nun erneut versucht und es sieht eigentlich auch ganz gut aus. Blöd ist nur, dass Imhothep in den 3000 Jahren als Mumie nen bissel größenwahnsinnig geworden ist und gleichzeitig versucht die Weltherrschaft zu erlangen. Das kann natürlich nicht gut gehen!
Doch kommen wir zurück zur Liebesgeschichte. Diese Liebe ist, so wird es uns erzählt, so groß, dass damals beide ihr Leben dafür aufgegeben haben und auch 3000 Jahre später tun zunächst beide (natürlich in nem patriarchalen System: er mächtig und sie sieht gut aus) alles um diese alte Liebe zum Happy End zu bringen. Doch dann auf einmal, kurz vor Ende des Films versucht Ankhsunamun lieber ihren eigenen Arsch zu retten (was natürlich schief gehen muss), als erst ihrem geliebten Imhothep aus der Klemme zu helfen und dann gemeinsam das weite zu suchen.

Da frag ich mich doch wirklich was das soll. Ich mein 2 Filme lang wird so getan als ob die beiden quasi die Vorbilder für Romeo und Julia gewesen wären und kaum wird es einmal nen bissel schwierig sucht sie das weite. Was für Beweggründe kann es dafür geben?
Hat sie ihn nur verarscht?

Es sieht ein bisschen so aus, aber dann frag ich mich warum dann das ganze Theater. Ich mein sie hätte damals auch nen schönes Leben haben können. Wenn sie ihn nicht wirklich geliebt hat, dann hätte sie sich auch damals nicht opfern müssen.

Das kann also nicht die Antwort sein.

Eine andere Antwortmöglichkeit fällt mir jedoch nicht ein, denn auseinandergelebt können sie sich ebenfalls nicht haben, schließlich sind die beiden da vielleicht ma gerade wieder 1-2 Tage zusammen.

Sie muss ihn also in diesem Moment eigentlich noch immer lieben, aber dennoch lässt sie ihn quasi in das offene Höllentor fallen.

In meinem (zugegeben vielleicht ein bisschen idealistischen Kopf) geht ein solches Verhalten einfach nicht zusammen.

Was hat sich der Drehbuchautor dabei nur gedacht? Ich fürchte fast gar nichts.

Der Mann denkt sich nicht, macht dadurch nen riesigen inhaltlichen Fehler und ich Arsch darf am Ende hier rumsitzen und mir den Kopf darüber zerbrechen.

Vielen Dank!

Dienstag, November 21, 2006

Bye, bye alte-kulturen.de

Bye, bye alte-kulturen.de,

das war es dann wohl. Nachdem ich 8 Jahre lang (ich glaub zumindest, dass es 8 Jahre gewesen sind) Inhaber der Domain alte-kulturen.de gewesen bin, musste ich sie heute löschen.

Letzten Monat erhielt ich von meinem ehemaligen Provider eine E-Mail, in der mich darauf hingewiesen hat, dass er mit dieser Domain nicht ausreichend Profit macht (wie auch! War ja nix gescheites drauf J ) und dass er mir deshalb den Vertrag kündigt. So kam es dazu, dass mir die Denic Anfang November einen Brief zugeschickt hat, dass ich doch bitte innerhalb von vier Wochen die Domain zu löschen, oder mir einen neuen Provider zu suchen habe. Ansonsten müssten sie mir 58 EURO in Rechnung stellen.

Heute kam ich dieser Aufforderung nach und damit ist meine „Katie Holmes Fanpage“, die ursprünglich mal eine Geschichtsseite werden sollte, wohl für immer Geschichte.

Ein bisschen traurig bin ich jetzt schon. Schließlich hab ich mir in der Vergangenheit des Öfteren überlegt, dass ich aus der Seite eigentlich mal was neues machen könnte. Zuletzt scheiterte dies an vergessenen Passwörtern und natürlich meinem permanenten Zeitmangel.

Jetzt kann ich nur noch bye, bye alte-kulturen.de sagen und hoffen, dass deinE neueR BesitzerIn sich besser um dich kümmert und kein Domaingrabber ist.

Montag, August 07, 2006

Rassismus in "meiner" Tageszeitung

Ein kleiner Leserbrief:
Als ich am Montag den 24.07.2006 den IKZ aufschlug tat ich dies nicht nur aus Routine, sondern vor allem weil ich dort Informationen über das Hochwasser erwartete. Direkt auf der ersten Seite des Lokalteils sprangen mir auch gleich einige Fotos ins Auge. Nachdem ich meinen Blick dann auf die Schlagzeile gerichtet hatte schlug die Vorfreude in Zorn um, denn die Schlagzeile lautete „Baarbach verwandelte sich in reißenden Fluss, türkische Familie von ihrem Autodach gerettet“. Nun werden sich die meisten LeserInnen vermutlich fragen was an dieser Schlagzeile so erschütternd gewesen sein soll. Es war die nähere Umschreibung der Familie als türkisch. Diese Aussage ist in diesem Kontext eindeutig rassistisch. Der/die AutorIn hat hier, ohne dass es für die geschilderte Situation von Relevanz gewesen ist, der Familie den Stempel „türkisch“ aufgedrückt und sie damit von einer „normalen (deutschen) Familie“ unterschieden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei einer deutschen Familie nicht extra das Attribut „deutsch“ aufgeführt worden wäre. Zumindest ist mir dies noch in keinem Artikel des IKZ aufgefallen. Wenn türkischen Familien parse ein Status abseits „des Normalen“ zugewiesen wird wie soll dann Integration funktionieren? Wie sollen wir ins unserer multikulturellen Gesellschaft gleichberechtigt miteinander leben, wenn ein großer Teil der Bevölkerung schon von vornherein von dem Rest ab- bzw. ausgegrenzt wird?
Derartige Formulierungen in Zeitungen sind sicherlich nicht die schlimmste Form von Rassismus, aber sie verstärken Klischees und das Schubladendenken der Mensch. Auf Grund dessen möchte ich darum bitte in Zukunft darauf zu achten, dass solche Missgeschicke nicht mehr passieren.

Sonntag, April 23, 2006

Was nen Semester!

Voller Entsetzen musste ich heute feststellen, dass mein letzter Eintrag in diesem Blog bereits über 3 Wochen alt ist, also aller höchste Zeit mal wieder etwas neues zu schreiben. Leider habe ich im Moment nicht wirklich viel Zeit zum „bloggen“, denn das Semester hat wieder angefangen und es ist wirklich sehr stressig.

Zu allem Überfluss drohen uns in Hessen jetzt auch noch Studiengebühren und da wir uns das sicher nicht so einfach gefallen lassen werden heißt es auch hier was zu tun. Nebenbei stehen dieses Semester auch wieder Uniwahlen an und wenn ich mein Graecum im Sommer bestehen würde wäre das mit Sicherheit auch nicht das Schlechteste. Von meiner AT-Hausarbeit möchte ich an dieser Stelle gar nicht sprechen....

Alles in allem also viel Arbeit, aber wenig Zeit.

Samstag, April 01, 2006

1,36 Kinder pro Familie

In der vergangenen Woche haben wir es vermutlich alle irgendwo gehört, denn dieser Information konnte man einfach nicht entkommen.

Deutschland ist Weltmeister!!! allerdings nicht im Fußball, sondern im Verzicht auf Kinder. Pro Familie werden in diesem Land nur noch 1,36 Kinder geboren.

Doch diese Zahl ist nur die halbe Wahrheit, denn wenn man sich dann noch anguckt wer in Deutschland die Kinder bekommt, dann stellt man ganz schnell fest:

Entgegen allem Gerede scheint Karriere und Kind nach wie vor nicht miteinander vereinbar zu sein.

Und überhaupt, warum sollte man in einem Land für Nachwuchs sorgen, indem Kinder bei einem Großteil der Menschen als Belastung angesehen werden?

Wie viel häufiger schämt sich Mann/Frau für das schreiende Kind als das es von irgendwelchen Passanten ein "oh ist das aber süß!" zu hören bekommt?

Und wenn man irgendwo hört, dass eine erfolgreiche Frau auch noch KINDER hat, dann wirkt das gleich wie Zauberei. Auch im Fernsehen hört man dann regelmäßig den Spruch: "Wie machen sie das nur?"

Deutschland ist also noch weit davon entfernt ein familienfreundliches Land zu werden und die Beteuerungen und Aktionen der letzten Jahre schein noch keinerlei Früchte getragen zu haben.

Aber wollen wir das wirklich?

Denn wenn wir so weitermachen wie bisher, dann erledigt sich das Problem (zumindest theoretisch) ziemlich schnell von selbst. Dann sterben wir, wie die Bildzeitung es so schön schrieb, einfach aus, wir deutsche. Bei der Überbevölkerung auf diesem Planeten ist das doch noch nicht einmal die schlechteste Idee!

Anstelle von "Kinder statt Inder" sollten wir uns lieber um ein Testament kümmern, indem wir regeln wer dieses Land mal erben soll.

Gut, bei unserer ach so positiven Selbsteinschätzung könnte man fragen:

Deutschland? Wer will schon Deutschland?

Aber ich glaub da fänden sich genug AbnehmerInnen.

Donnerstag, März 16, 2006

Schlaflosigkeit

Im Moment leider ich an einer typischen, negativen Nebenerscheinung von Semesterferien. Mein Schlafrhythmus hat sich deutlich nach hinten verschoben und so kommt es, dass ich hier um 1:15 Uhr in der Nacht vorm PC sitze, da mein Versuch schlafen zu gehen kläglich gescheitert ist. Ich fühle mich zur Zeit ein wenig an meine ersten Semesterferien zurückerinnert in denen ich diesen Teufelskreis nur dadurch entkommen konnte, dass ich eine Nacht lang gar nicht geschlafen habe. Allein bei dieser Vorstellung läuft es mir jedoch eiskalt den Rücken runter, denn Schlafentzug ist nun wirklich nichts was ich gerne mag.

So bleibt mir also im Moment nichts anderes übrig als darauf zu warten, dass ich endlich ein wenig schläfrig werde.

Dienstag, März 14, 2006

vom Wetter(bericht) lernen

Heute musste ich feststellen, dass es sich dann und wann doch lohnt den Fernseher anzuschalten, zumindest um die Nachrichten anzuschauen. Na gut, im Grunde waren es heute nicht direkt die Nachrichten die mir im Gedächtnis geblieben sind, sondern der anschließende Wetterbericht.

In der Regel schalte ich schon ab oder um bevor dieser beginnt und lebe mehr nach dem Motto, „wenn ich morgens ausm Fenster guck weiß ich wie das Wetter is“, was interessiert mich auch das Wetter in Passau, Kiel, Hamburg, Dresden oder Bonn? Ich habe nicht vor Marburg in den nächsten Tagen zu verlassen. Heute ich gönnte ich mir aber mal diese zwei Minuten Wetterkarte und die kalten Aussichten und was musste ich dort hören:
Wenn kein Wölklein am Himmel ist erleben wir derzeit die kältesten Nächte, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, aber nix da „fuck off! globale Erwärmung“, so kalt ist es nur bei uns und unseren nördlichen Nachbarn. Doch nicht nur, dass es bei uns kälter ist als normal, nein überall anders auf der Welt ist es noch dazu deutlich wärmer als sonst.

Da versuchen die Politiker es Jahr lang zu verhindern, aber dann macht es das Wetter einfach ohne zu fragen: Es geht einen „deutschen Sonderweg“.

Dienstag, Februar 28, 2006

Komedia

Hallo alle miteinander die ihr auf immer wieder oder auch zum ersten Mal in diesen Block/g verirrt. Ich denke es ist wieder einmal an der Zeit ein wenig meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und über meinen Aufenthalt in England zu berichten, der ja mittlerweile immerhin schon beinahe eine Woche andauert.

Doch wo fang ich da am Besten an? Es gibt doch soviel erstaunliches über das Land am anderen Ufer zu berichten.

Wo ich gerade beim Thema „anderes Ufer“ bin kann ich auch gleich mit diesem Thema beginnen. Brighton soll angeblich die Lesben- und Schwulenhochburg Englands sein, aber irgendwie hab ich davon noch nichts mitbekommen. Das letzte Homosexuelle Pärchen, dass ich in der Öffentlichkeit auch als solches erkennen konnte habe ich am Köln-Bonner Flughafen gesehen.

Mein einziger Kontakt mit diesem Thema fand hier daher in einer Show im „Komedia“ statt, wo einer der Komiker auf die angebliche 20% Quote von homosexuellen Männern in Brighton zu sprechen kam. Insgesamt eine sehr unterhaltsame Show bei der ich mich immer wieder gewundert habe wie gut ich den Akteuren, trotz mangelhafter Englischkenntnisse und britischem Akzent, folgen konnte. Daher kann ich einem und einer jeden nur einen Besuch dieser Show (Sonntag Abends um 20:00 Uhr Kostenpunkt 5 Pfund) empfehlen.

Allerdings gibt es hierzu auch noch eine Warnung auszusprechen und zwar sollte man unbedingt die Plätze direkt vor der Bühne meiden, wenn man nicht mit ins Geschehen integriert werden möchte.

Donnerstag, Februar 23, 2006

Welcome to England!

Nachdem ich in meinem letzten “Post” noch ueber die negativen Folgen von Semesterferien klagte ist es nun an der Zeit deren positive Eigenschaften hervorzuheben, denn dadurch, dass es keine Presenzzeiten gibt hat Mann und Frau auch, solange ausreichend Geld und Lust vorhanden ist, Zeit zum Reisen.

An dieser Stelle wird sich der eine oder die andere vermutlich denken “der hat gut reden! Ich hab keine Zeit, ich muss lernen!”, aber ich bin der festen Ueberzeugung, dass jede und jeder ausreichend Freiraueme im Studium hat um verreisen zu koennen.
Man muss eben nur wollen!
Aber zurueck zum Thema. Auch ich bin gerade dabei diese positive der “Ferien” auszunutzen und so hiess es fuer mich am vergangenen Dienstag “Adieu Deutschland!” und “Welcome to England!”.

Hier besuche ich die liebe Cornelia, welche zur Zeit ein Auslandssemester in Brighton verbringt.

Brighton ist ein Seebad im Sueden des Landes und unterscheidet sich in einer ganz entscheidenden Sache kein Stueck vom Rest des Landes: Beim Wetter.

Seitdem ich hier vorgestern gelandet bin ist es hier quasi durchgehend am fisseln, die einzige Ausnahme stellte bis jetzt der heutige Morgen da, denn da wurde aus Regen Schneeregen.

Abgesehen vom Wetter gefaellt es mir hier jedoch bis jetzt sehr gut. Nur die frische Seeluft verursacht bei mir eine permanente Muedigkeit.

Doch auch von der habe ich mich am gestrigen Mittwoch nicht davon abhalten lassen und bin Froehlich in den Bus gesprungen um mir Brighton mal aus naechster Naehe und bei Tage anzugucken.

Ich muss wirklich sagen, Brighton ist ein sehr nettes Staedtchen und im Grunde auch nicht viel anders als man sich eben eine englische Stadt an der Kueste vorstellt. Wer hier genauere Infos haben moechte soll mich doch bitte anschreiben, dann kann ich ihm/ihr gerne ein paar Fotos zukommen lassen. Die Welt der Digitalcameras machts moeglich!

Heute darf ich meinen Tag, oder zumindest 3 Stunden des Tages, im Comupterraum des “University of Sussex” verbringen, waehrend Conny nebenan am Webdesignen ist.

Wenn ich diese Raemlichkeiten mal mit denen an meiner Heimatuniversitaet in Marburg verbinde kann ich schon gruen vor Neid werden, denn soviele PCs wie hier in einem Raum stehen hat die gesamte Uni in Marburg nicht, ganz abgesehen von der Ausstattung der Selbigen. Was mir im Grunde aber eigentlich auch egal sein sollte, denn wofuer brauche ich bitte in der Uni X PCs und super Fotobearbeitungsprogramme? Im Grunde reicht doch Internet + Bibleworks!

Im Anschluss an diesen harten Arbeitstag wird dann heute Abend die hiesige Partyszene in Augenschein genommen und der Geburtstag der lieben Tam gefeiert.

Ich bin schon sehr gespannt.

Das Semesterferien

Es ist einmal wieder soweit. Es sind Semesterferien. Für mich haben sie am vergangenen Freitag um ziemlich genau 11:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, unmittelbar nach meiner Bibelkundeprüfung begonnen und jetzt heißt es 8 Wochen lang keine Vorlesungen, keine Seminare, keine Übungen und vor allem keine Sprachkurse.

Doch der Begriff „Semesterferien“ wird sich auch dieses mal wieder als euphemistischer Ausdruck herausstellen, denn diese Semesterferien werden von einer Hausarbeit und Alt-Griechisch überschattet. Haben in Folge dessen also viel mehr mit dem Semester, als mit Ferien zu tun.

Mein Griechischlehrer würde an dieser Stelle wohl davon sprechen, dass dieses Wort eben nicht endbetont sein kann, sondern der Akzent müsste auf der ersten Silbe/dem ersten Teil liegen.

Im Deutschen ist es so, dass sich der Artikel bei zusammengesetzten Wörtern immer nach dem zweiten Teil richtet, jedoch bin ich der Meinung, dass eben genau dieser Umstand bei dem Wort Semesterferien zur weiteren Irreführung des Hörers oder der Hörerin führt. Meiner Meinung nach müsste es daher viel eher „das Semesterferien“, anstelle von „die Semesterferien“ heißen.

Doch egal ob es nun das oder die Semesterferien heißt, an ihrem Verlauf wird sich dadurch vermutlich nichts ändern und daher harre ich ihr aus in Erwartung der Dinge die da kommen.

Samstag, Februar 04, 2006

Burschifrauen

Heute wurde ich wieder mal mit einem Phänomen konfrontiert das eigentlich, so wie die Dinosaurier längst hätte ausgestorben sein müssen, den Burschenschaftern, (man beachte die korrekte Schreibweise ohne L) von mir im folgenden liebevoll „Burschis“ genannt.

Um genau zu sein hatte ich es sogar mit einer ganz besonderen Untergruppe dieser Spezies zu tun und zwar den „Deutschen Burschenschaften“, dem rechten Flügel der Burschenschaften. Sie unterscheidet sich in sofern von ihren Artgenossen, als dass sie schon zur Zeit ihrer Gründung nicht mehr zeitgemäß waren und es vermutlich auch davor nie gewesen wären. Wo man hingegen den „normalen“ Verbindungen und Turnerschaften und was es da sonst noch alles gibt, wenigstens zugestehen kann, dass sie damals ein Stück weit progressiv gewesen sein könnten, jedoch ist auch das schon über 150 Jahre her und viel hat sich bei ihnen seitdem nicht geändert.

Doch nicht nur in diesem Punkt erinnern sie sehr stark an die röm.-kath. Kirche. Denn es gibt da noch eine ungewollte Gemeinsamkeit. Sie leiden unter massiven Nachwuchsproblemen.

Jetzt könnte ich an dieser Stelle eine Theorie aufstellen in wieweit dies direkt oder indirekt mit dem Ausschluss von Frauen bei beiden Gruppierungen zusammenhängt, aber ich möchte mich doch lieber darauf beschränken zu sagen, dass die Diskriminierung von Frauen nur einer der unsäglichen Missstände ist die mich zu der eigentlichen Frage dieses Eintrags gebracht haben:
Warum finden diese Sexisten auch heute noch Frauen für die Fortpflanzung?

Ich mein früher wäre dies vielleicht noch verständlich gewesen, da durften Frauen in der Regel eh keine gute Ausbildung genießen und ihr Tätigkeitsfeld beschränkte sich fast wie selbstverständlich auf den „heimischen Bereich“, also auf gut Deutsch auf das Heranziehen des Nachwuchs und das putzen des Hauses. Da ist es vielleicht noch nachvollziehbar, dass diese geleckten Affen zur bevorzugten Beute junger Frauen gehörten.

Heute aber leben wir im 21. Jhd. und zumindest laut Grundgesetz sind bei uns Mann und Frau gleichberechtigt.

Was treibt also eine Frau, die zumindest theoretisch all das erreichen kann, was ein Mann erreichen kann in die Fänge dieser patriarchalen Strukturen und lässt sie somit automatisch einen Teil zum Fortbestand dieser unmenschlichen Erscheinung beisteuern?

Auf diese Frage habe ich bis heute noch keine befriedigende Antwort gefunden. Ich weiß nur, dass diese Erscheinung mir immer wieder deutlich vor Augen führt wie weit wir noch von einer gleichberechtigten Gesellschaft entfernt sind.

Denn eins steht fest: In einer emanzipierten Welt ist kein Platz für Burschis.

Also muss unser Kampf weitergehen, auf den Straßen und in den Häusern, ganz nach dem Motto:
Macht kaputt was euch kaputt macht!

Mittwoch, Februar 01, 2006

Von guten Mächten

Zum Gedenken an Dietrich Bonhoeffer, der heute 100 Jahre alt geworden wäre.

Von guten Mächten wunderbar geborgen

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen,

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Von guten Mächten treu und still umgeben

behütet und getröstet wunderbar, -

so will ich diese Tage mit euch leben

und mit euch gehen in ein neues Jahr;

noch will das alte unsre Herzen quälen,

noch drückt uns böser Tage schwere Last,

Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen

das Heil, für das Du uns geschaffen hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern,

des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,

so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern

aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken

an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,

dann woll´n wir des Vergangenen gedenken,

und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Laß warm und hell die Kerzen heute flammen,

die Du in unsre Dunkelheit gebracht,

führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen!

Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,

so laß uns hören jenen vollen Klang

der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,

all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Dietrich Bonhoeffer

Montag, Januar 30, 2006

Was ist heute bloß passiert?

Was ist heute bloß passiert?

Wir schreiben heute Montag den 30.01.2006. Es war ein wunderschöner Tag.
Die Sonne schien, man musste ausnahmsweise mal nicht fürchterlich frieren und weit und breit war kein Wölkchen am Himmel zu sehen.
Doch was ist bloß mit diesem Tag passiert?
Er ging viel zu schnell vorbei, denn mittlerweile ist es stockfinster draußen, bibberkalt und das schlimmste ist: Ich weiß nicht was ich mit diesem wundervollen Tag angestellt habe.
Gut, ich war von 16-18 Uhr in meinem Proseminar Altes Testament, aber sonst?
Und auch dieses Seminar war heute so langweilig und sinnlos wie es sich anhört.
Der Dozentin kann man hier keinen Vorwurf machen, denn was soll man schon aus einem Thema wie „Redaktionsgeschichte“ großartig anfangen?
Eben – nichts. Und so fügten sich diese beiden Stunden nahtlos in die Gesamterscheinung dieses Tages ein.
Es brachte mir gar nichts, außer einem riesen Berg an Hausaufgaben für die nächste Sitzung. Als hätte man nicht schon genug um die Ohren!
Aber ich gleite schon wieder vom eigentlichen Thema dieses Textes ab – dem nichts dieses Tages.

Also zurück zum Thema.

Ich hätte heute soviel machen können, ich hätte früh aufstehen und lernen oder zumindest das schöne Wetter genießen können oder vielleicht sogar beides? Aber was habe ich getan?
Richtig – nichts.
Ich bin irgendwann aufgestanden, hab ein paar wichtige Mails geschrieben und bekommen und habe denn erstmal wieder eine weile nichts getan, bevor ich dann mein Mittagessen gekocht habe, um anschließend noch eine Weile nichts wirklich produktives zu tun. Dann war es auf einmal schon 16 Uhr und ich saß in dem bereits geschriebenen Seminar.
Wobei, wenn ich jetzt mal richtig überlege ist das eigentlich alles schon "etwas" das ich getan habe und gar nicht mehr nichts. Wie kommt es also, dass ich mich so fühle als ob ich gar nichts getan hätte?
Ich glaube folgende Liedzeile beschreibt und begründet diese Situation ganz gut: "Wir müssen nur wollen!"
Ich hätte eingentlich heute viel mehr wollen müssen, doch "wenn ich könnte wie wollte, würde ich gar nicht wollen." Und so bleibt mir wohl nichts anderes übrig als weiterhin in diesem Zwiespalt zwischen "wollen" und "müssen wollen" weiter zu leben.

Nun bloge auch ich...

Wer hätte das gedacht?


Ich, Michael Hoffmann, werde zum Bloger, aber wer kann sich heute schon diesem Kult entziehen? Bei mir hat es auf jeden Fall nicht geklappt und nun sitze ich hier und schreibe meinen ersten Eintrag, während ich eine Kassette von den „drei Fragezeichen“ höre und in Kindheitserinnerungen schwelge.

Ja das waren noch ganz andere Zeiten als ich regelmäßig diese Hörspiele gehört habe. Das einzige was überraschenderweise geblieben ist, ist der kalte Schweiß der meinen Rücken runter läuft.

Doch nun wieder zurück zum Blog.

Was habe ich mit diesem Blog vor?


Ich glaub da geht es mir wie den meisten BlogerInnen. Ich weiß es noch nicht. Ich habe noch kein Konzept. Ich will einfach meinen Gedanken freien Lauf lassen und mal sehen was dabei heraus kommt.

Dieser Blog stellt also in erster Linie einen Selbstversuch da und jede und jeder der möchte kann mich dabei gerne begleiten.

Holt euch eine Tasse Kaffee oder Schokolade und nen paar leckere Kekse und genießt meine Gedanken.


Gruß

Micha